Kondition – wichtig für VingTsun?

von Sihing Peter Rensch

Boxsportler powern sich regelmäßig beim Konditionstraining aus. Doch ist das zwingend notwendig, um VingTsun ausüben zu können?

Wir kennen alle die harten Trainingseinheiten, die Rocky Balboa in seinen Filmen durchgezogen hat.

Jeden Morgen Joggen, Sparring bis zum Abwinken, Prügeln auf Schweinehälften, Hüpfen mit dem Seil und Stufen nach oben sprinten.

Für den Boxsport macht das durchaus Sinn, denn mehrere Runden a 3 Minuten durchzustehen verlangen ein gehöriges Maß an Kondition und Durchhaltevermögen. Deshalb stehen solche Einheiten auf nahezu jedem Trainingsplan von Kampfsportarten bei dem es gilt im Wettkampf zu bestehen.

Da es beim Kampfsport nicht darum geht einen Marathon durchhalten zu müssen werden bei den Trainingseinheiten kurze Belastungen bevorzugt, die neben der Ausdauer auch die Explosionskraft begünstigen.

Dazu gehören Sprints, Stöße mit Medizinbällen und andere Übungen aus der Crossfit-Szene.

Der Gegner wird schnell und effektiv ausgeschaltet!

Doch was bedeutet das nun für unser VingTsun, bei dem es weder Wettkämpfe gibt und die Kampfstrategie auf möglichst kurze Zeitfenster ausgerichtet ist?

Ist es überhaupt nötig sich hierfür eine gute Kondition anzueignen?

„Grundsätzlich benötigen wir beim VingTsun keine überdurchschnittliche Ausdauer, um effektiv kämpfen zu können. Unsere Techniken sind so ausgerichtet, dass der Gegner schnell und effektiv ausgeschaltet wird.“

Sigung Markus Hering, 5. Meistergrad im EVTF-VingTsun erklärt:

Doch um im Kampf als Sieger hervorzugehen bedarf es neben einer ausgereiften Technik auch einer guten physischen und psychischen Verfassung. Zumindest schadet sie nicht.

Das bestätigt auch Markus Hering:

„Beim VingTsun spielen Größe und Kraft nur eine untergeordnete Rolle, da wir auch körperlich überlegene Gegner außer Gefecht setzen können.
Aber eine gute Fitness und letztendlich eine ausgereifte Kondition sorgen für ein besseres Körperbewusstsein, steigern das Selbstwertgefühl und beeinflussen positiv die Ausstrahlung.
Dieses Gesamtpaket wiederum erhöht die Lebensqualität und trägt zu einem zufriedenen Lebensgefühl bei. Und das wollen wir ja alle erreichen!“

EVTF-VingTsun-Training für eine Ganzköperfitness!

Die Kondition zu optimieren muss nicht zeitaufwendig sein.

Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass beispielsweise schon eine 12-Minuten-Einheit die Ausdauer enorm steigern kann.

„Wir bauen in unser Trainingsprogramm regelmäßig moderne Cardio-Elemente ein und stimmen sie auf die Leistungsfähigkeit der Schüler ab. Hinzu kommen Dehnungs- und Kraftübungen, die für eine Ganzkörperfitness sorgen.

Somit trägt EVTF-VingTsun dazu dabei, dass wir uns verteidigen können und uns mental sowie körperlich wohlfühlen. Was will man mehr?“

Sigung Markus Hering, 5. Meistergrad im EVTF-VingTsun erklärt:

Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass High Intensity Training (HIT) große Cardio-Erfolge erzielen kann.

Dabei werden kurze Einheiten von 20 bis 30 Sekunden mit größtmöglicher Belastung ausgeführt, anschließend folgen Pausen von bis zu 30 Sekunden bis die nächste Belastungseinheit folgt.

Vorab wird ein Warmup von 2 Minuten ausgeführt und zum Abschluss ein Auspendeln von ebenfalls 2 Minuten. Dies kann mit Sprints, Bike, Kraftgeräten, Springseilen etc. durchgeführt werden.

Durch die hohe Belastung sind anschließend ausreichende Ruhepausen notwendig. Im Internet sind hierzu vielfältige Trainingspläne zu finden und auch Fitness-Studios bieten entsprechende Kurse an.


Noch einmal Markus Hering abschließend:

„Wir bauen in unser Trainingsprogramm regelmäßig moderne Cardio-Elemente ein und stimmen sie auf die Leistungsfähigkeit der Schüler ab. Hinzu kommen Dehnungs- und Kraftübungen, die für eine Ganzkörperfitness sorgen.

Somit trägt EVTF-VingTsun dazu dabei, dass wir uns verteidigen können und uns mental sowie körperlich wohlfühlen. Was will man mehr?“

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